Jüdische Budapest
Gesichter und Geschichten einer Stadt

Die Geschichte des jüdischen Budapests steht im Spannungsfeld zwischen wiederholtem Aufbau und wiederholter Zerstörung. Dieses Wechselspiel wollen wir während der Führung durch das ehemalige jüdische Budapest zwischen Dohány Gasse und Király Gasse anhand von Einzelschicksalen, Gedenktafeln, Gebäuden, Plätzen und Institutionen nachvollziehen und gleichzeitig den roten Faden von der mittelalterlichen Judenstadt über die Massenvernichtung des 20. Jh. bis zu den neuesten Entwicklungen im jüdischen Budapest von heute spannen.
Die Elisabethstadt, zwischen dem kleinen Ring und dem grossen Ring, war einst Zentrum des jüdischen Lebens in Budapest. Eine Vielfalt von sozialen und gesellschaftlichen Einrichtungen prägte diesen Bezirk, die prächtigsten Tempel der Stadt befanden sich hier ebenso wie die bescheidenen Gebethäuser der orthodoxen Gemeinden, die Produktbörse als Umschlagplatz jüdischer Handelsinteressen. Ebenso war sie mitteleuropäisches Zentrum des Zionismus und des Chassidismus. Theodor Herzl verbrachte seine Jugend hier, Rezsö Seress, Komponist des Liedes 'Trauriger Sonntag' lebte hier. Die Shoa hat die jüdische Welt brutal ausgelöscht, neues jüdisches Leben zieht langsam wieder ein.




